Verdiente knappe Niederlage

2017-11-16 von Frank Sawatzki 

Königsspringer 4½:3½ Schachfreunde

Am vergangenen Sonntag traten wir an 16 Brettern bei Königsspringer an – mit zwei Mannschaften. Frank Lamprecht erinnerte mich daran, dass in Urzeiten Vergleiche an 35 Brettern (und mit qualmenden Zigarren) üblich waren. Für mich die Gelgenheit, einmal genauer die von Georg Zippert wunderbar dargestellte Vereinsgeschichte der Schachfreunde zu studieren.

Für die erste Mannschaft lief es, wenn überhaupt, nur etwas besser als zuletzt im Mai, als wir klar mit 3-5 verloren hatten, obwohl Königsspringer nur mit 7 Leuten angetraten war.

Das Geschehen entwickelte sich bald zu unseren Ungunsten. Martin geriet, ähnlich wie beim letzten Kampf, in einer modernen sizilianischen Nebenvariante (frühes d3 und Le2) in eine sehr passive Stellung, was letztlich zur Niederlage führte. Hans, sonst in der Eröffnung sehr stark, musste früh seinen wichtigen weißfeldrigen Läufer gegen einen Springer abgeben. Statt sich lange quälen zu lassen, inszenierte er dann noch einen Königsangriff, der aber abgeschlagen werden konnte. Jan-Pauls Gegner war gut vorbereitet und die beiden wiederholten eine ältere Partie, die Jan-Paul aber in der häusslichen Analyse verbessert hatte. An einer Stelle verlor er nach eigener Aussage ein wichtiges Tempo bzw. wählte den falschen Plan, wonach Rosmann schließlich seinen Angriff mit einem sehenwerten Turmopfer und folgendem Matt abschließen konnte. 0 zu 3! Auch Marc wiederholte und verbesserte eine Variante vom letzten Spieltag, das resultierende Endspiel war dann aber ziemlich ausgeglichen: Remis. Uwe spielte mit Schwarz gegen Frank Lamprecht und nahm in einer vollkommen ausgeglichenen Stellung dessen Remisangebot an. Jürgen hatte in seinem holländischen Bird-System guten „Grip“ auf den schwarzen Felder, um dann etwas unerwartet Remis anzunehmen. Absolutes Highlight des Tages war Florians Partie, der seinen Gegner wunderbar ausspielte und schließlich bei recht vollem Brett mattsetzen konnte (siehe die Partie). Ich selbst kämpfte einmal mehr am längsten. Nach irgendwo etwas vergurkter Eröffnung ergaben sich Komplikationen, die schließlich zu einer Mehrqualität für mich führten, für die Pfreundt aber gewaltige Kompensation besaß. Im 43. Zug konnte ich die Qualität dann für starke Initiative zurückgeben, die nach einem taktischen Einschlag schließlich den vollen Punkt einbrachte.

Fazit

Eine verdiente Niederlage. Mit etwas mehr Fortuna hätte es aber ein 4-4 sein können. Ein kleiner Trost: Laut Liga-Orakel liegt unsere Abstiegswahrscheinlichkeit noch immer bei marginalen 2%. – Und auch die Zweite verlor, und zwar mit 2-6, sodass wir am Ende mit einem 5,5 zu 10,5 nachhause fahren mussten.

Tolles Finale einer stark vorgetragenen Partie

Lampe, Joerg - Kull, Florian

OLNN 1718 Königsspringer HH - Schachfreunde 2017.11.12

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Weiss am Zug
 

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