Ursprung

2014-09-08 von Georg Zippert 

Ursprung und Wiederaufbau nach dem Kriege

Hervorgegangen ist unser Verein aus der Betriebsschachgruppe der Hamburger Gaswerke, die den Verein laut unseren Annalen am 18.August 1934 gegründet hat. Am 16.10.1936 erfolgte die Beschlussfassung zur Eintragung eines öffentlichen Vereins unter dem Namen „SCHACHVEREIN HAMM-HORN“ .

Anfangs spielte der Verein im Hammer Gesellschaftshaus, in dem auch andere größere Veranstaltungen durchgeführt wurden. Dieses lockte zeitweise so viele am Schachspiel und an unserem Verein Interessierte an, dass vorübergehend ein Aufnahmestop für Mitglieder verhängt werden musste, ein Problem , das wir heute gerne hätten.

Durch die Wirren des 2ten Weltkrieges sind leider Unterlagen oder Berichte aus der Zeit vor 1945 verloren gegangen, so dass aus dieser Zeit Einzelheiten unseres Vereinslebens nicht mehr existieren. Auch das Schachlokal und das Spielmaterial waren zerstört. 1945 fanden sich langsam Schachfreunde, die den Krieg überlebt bzw. alles überstanden hatten, wieder in Hamm zusammen. Ein Neuanfang wurde am 15.11.1945 mit der Umbenennung in unseren heutigen Namen „SCHACHFREUNDE HAMBURG E.V. von 1934“ gemacht. Der Verein wurde in das Vereinsregister eingetragen und erhielt eine neue Satzung. Man spielte nicht nur Schach zusammen, sondern unterstützte sich untereinander , jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten in der schweren Zeit des Wiederaufbaus nach dem Kriege.

Das damalige Motto: „Wir wollen nicht nur Freunde des Schachs sein, sondern durch das Schachspiel Freunde sein innerhalb des Vereins.“.

Große Probleme bereitete nach dem Kriege die Suche nach einem festen Spiellokal. Man zog anfangs von Stadtteil zu Stadtteil, unter anderem in ein Tanzlokal am Borsteler Moor , mit der Bedingung pro Person 4 Briketts zum Heizen der Räumlichkeiten mitzubringen. Jeder musste anfangs auch sein Schachspiel selbst mitbringen. Zu Beginn der 50iger Jahre wurden wir dann endlich in der Sportklause am Hammer Park, direkt am Sportplatz , sesshaft.

Die wichtigsten Personen aus jener Zeit, die durch Ihren Einsatz im Vorstand den Verein wieder aufbauten und am Leben erhielten, und damals mit wesentlich schwierigeren Problemen zu kämpfen hatten als unsere Vorstände der jüngeren Vergangenheit, waren:
Emil Reifegerste
Mitbegründer des Vereins und 1.Vorsitzender von 1948-50
Kaphammel
1.Vorsitzender Anfang 1945
Herbert Kretzschmar
Mitglied seit Juli 1945 - im Vorstand seit 1945, zunächst als Kassenwart, dann als Schachwart und von 1954 -1966 1.Vorsitzender, später Ehrenvorsitzender
Günter Hamdorf
Mitglied seit 1948 und damit „dienstältester lebender Schachfreund“, langjähriges Vorstandsmitglied und Begründer unserer Vereinschronik.