Vereinsmeisterschaft 2017

2017-12-27 von Fritz Fegebank 

Wie schon in der „Zwischenbilanz“ erwähnt, „litt“ die Vereinsmeisterschaft unter vielen Termin-Verschiebungen – Fegebank z. B. musste auf seine Erst- und Zweitrunden-Niederlage bis in die späten Novembertage warten (!?) –, aber es gab auch Partien, die gar nicht stattfanden und zu kampflosen Punkten (oder Nullen) führten und die trotz sicherlich berechtigter und plausibler Gründe der Betroffenen das Tabellenbild beeinflussten, manchmal auch über Auf- oder Abstieg entschieden!?

Gruppe I

Die Abschluss-Tabelle der Gruppe I verdeutlicht eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“, einen klaren Turniersieger und einen ebenso klaren Absteiger. Überlegener Turniersieger der gemeinsamen Vereinsmeisterschaft der Schachfreunde Hamburg und des SC Diogenes – und damit auch Vereinsmeister des SC Diogenes – wurde Dr. Markus Hochgräfe mit 7 Punkten aus 8 Partien – er gab nur zwei halbe Punkte (gegen den Zweit- und Drittplatzierten) ab. Letztlich entscheidend für seinen Erfolg war sicherlich sein Sieg in einer sehenswerten Partie gegen Fabian Schulenburg. Mit 1 ½ Punkten Rückstand auf Hochgräfe landeten drei Herren auf den Plätzen 2-4, nur durch Sonneborn-Berger-Wertung getrennt: Platz 2 erreichte Dr. Jan-Paul Ritscher – er wurde (natürlich) wieder Vereinsmeister der Schachfreunde Hamburg! Er verlor ebenfalls keine Partie, aber avancierte mit fünf Punkteteilungen zum „Remis-König“ dieser Gruppe!? Die „Bronze-Medaille“ holte sich Thomas Rieling, der erst spät (zur vierten Runde) in die Meisterschaft einstieg und gleich mit einer Niederlage – seiner einzigen – gegen Fabian Schulenburg startete, aber einen fulminanten Schluss-Spurt (3/3) hinlegte. Somit verwies er seinen Vereinskameraden, Fabian Schulenburg, der nur die Partie gegen Hochgräfe verlor, noch auf den undankbaren vierten Platz. Auf Platz 5 mit 5/9 steht Michael Keuchen. Auch wenn weiterhin die Aussage gilt, dass angesichts des Todes eines Menschen Zahlen, Punkte, Plätze … nebensächlich, unwichtig, bedeutungslos werden, sei sein Ergebnis bei dieser Vereinsmeisterschaft in diesem Resümee gewürdigt: Bei „Halbzeit“ lag er, der zwischenzeitlich Hamburger Dähne-Pokal-Vizemeister geworden war, noch mit 3 Punkten aus 4 Partien in Front und spielte auch eine konstant starke zweite Hälfte. Die Auslosung ergab für die letzte Runde am 7. Dezember die Paarung Hochgräfe (6) gegen Keuchen (5). Keuchen hätte also noch Turniersieger und/oder Vereinsmeister werden können!? Sein Tod verhinderte den Showdown. Auch sein Spitzenplatz in Bezug auf das DWZ-Plus (+ 31) lässt auf eine bärenstarke Vereinsmeister-schaft schließen! Thorsten Jaeger führt mit 2 ½ /8 die untere Tabellenhälfte an; mit Achtungserfolgen (= Unentschieden) gegen Rieling und Hein hat er zwei Ausrufezeichen gesetzt! Jonas Simon Gremmel, der auch wiederholt mit hauptsächlich schulbedingten Termin-Problemen zu kämpfen hatte, schloss die Vereinsmeisterschaft mit für ihn sicherlich unbefriedigenden 2 Punkten ab, aber erstens „rettete“ er sich mit seinem Sieg über Hein vor dem direkten Abstieg und zweitens machte er noch ein paar DWZ-Punkte gut!! Das Tabellenende zieren Ralf Hein mit 2/8 und nur einem hauchdünnen ¼ -SB-Rückstand gegenüber Jonas und – abgeschlagen und wieder einmal ohne Sieg – Fritz Fegebank (1/8)!??

Gruppe II

In Gruppe II dominierte Clemens Mix, der ohne Niederlage mit 6 ½ Punkten aus 8 Partien als erster Aufsteiger in der nächsten Saison in Gruppe I sein Können unter Beweis stellen kann! Den zweiten Platz erreichte Detlef Schweigert, der nach einer Auftakt-Niederlage gegen Tabellenführer Clemens nur noch punktete, darunter vier Siege (!), mit 5 ½ /8. Der Drittplatzierte, Sven Böttcher, der mit 3 ½ /4 furios gestartet war, konnte in der zweiten Halbzeit keinen weiteren Sieg mehr einfahren und kam auf 5 Punkte. Es folgen zwei Spieler der „Extreme“: Platz 4 für den „Kompromisslosesten“, Achim Jürgens – vier Siege, vier Niederlagen = 4 Punkte; Platz 5 für den „Kompromissfreudigsten“, Johan Heß; seine 3 Punkte resultierten aus sechsmal „remis“. Danach landeten vier Spieler mit 2 ½ /8 auf den Plätzen 6-9. Georg Zippert profitierte als Zweit-Wertungs-Bester einerseits von Punkteteilungen gegen die Nummer 1 und 2, andererseits davon, dass zwei Partien unter den letzten Dreien, Peter Gröppel, Stefan Haack und Wladislaw Frish nicht (mehr) ausgetragen wurden – auch in dieser Gruppe gab es reichlich Termin-Nöte!?

Gruppe III

In Gruppe III (der „Peter-Gruppe“) trat Herbert Schütte ebenso souverän auf (7/8) wie Hochgräfe in Gruppe I und legte zwischen sich und den Zweitplatzierten den größten Abstand (2 Punkte)! Diesen zweiten Aufstiegsplatz eroberte mit 5/8 Michael Meyer vor Peter Rädisch, der mit vier Siegen (u. a. gegen M. Meyer) und einem Remis – also auch relativ kompromisslos – 4 ½ Punkte erlangte. Die Mittelplätze belegen unser neues Mitglied Alexander Matthies, der, wie erwähnt, mit 3/4 stark loslegte, jedoch seinen drei Siegen zu Beginn keinen weiteren folgen ließ ( 4/8), Jaroslaw Eckert mit ebenfalls 4/4 ( ½ gegen die vier vor ihm Liegenden, 3 ½ /4 gegen die hinter ihm Platzierten) und Peter Schwenn, ein weiterer Neuzugang, der sich mit einem Sieg und fünf Unentschieden 3 ½ Punkte erarbeitete. Im letzten Drittel der Tabelle befinden sich Peter Weidmann (3/8), Peter Ludwig(3/8) und Christow Hauser (2/8).

Gruppe IV

In Gruppe IV konnten die „alten Hasen“ den Ansturm der Jugendlichen noch einmal abwehren! Holger Priess gelang ein Start-Ziel-Sieg. Mit 6/7 blieb er – wie alle Tabellenführer! – ungeschlagen und wird im nächsten Jahr eine Gruppe höher spielen! Zweiter wurde Hans Werner Hoffeins mit 5/7 und der besseren Zweit-Wertung vor dem punktgleichen besten Jungendlichen dieser Gruppe, Christopher Grell, der wie Hoffeins nur gegen Spitzenreiter Priess verlor. Auch Platz 4 und 5 belegen Punktgleiche: Julius Möller (4/7) vor Sabine Herrmann, die es immerhin fertig brachte, Priess einen halben Punkt „abzuluchsen“. Lothar Freiwald (2/7), Marten Kelling, der trotz seines Alters die Herausforderung Vereinsmeisterschaft angenommen und durchgehalten (!) hat, jedoch noch ein bisschen „Lehrgeld hat zahlen“ müssen, und Rolf Garbe bilden das Tabellenende.

Gruppe V

Wie schon erwähnt, absolvierte Gruppe V ihre Partien zügig, termingerecht, ohne kampflose Punkte! Das Tabellenbild wird eingerahmt vom Ehepaar Bruck, das zusammen in sieben Runden 7 Punkte erspielte. Harald Bruck, erfreulich wieder erstarkt, wurde mit 5 ½ /7 überlegener Tabellenführer vor drei punktgleichen Herren mit 4/7: 2. Uwe Piehl, 3. Ronald Seegert, und 4. Karl Kalks, die beide vier Siege auf ihrer Haben-Seite verbuchten. Die zweite Tabellenhälfte führt Louis Sonnefeld mit 3 ½ Punkten an, gefolgt von Jörn Rathje (3 Punkte) und Gerald Gremmel, der in seiner ersten Vereinsmeisterschafts-Teilnahme zwei Siege erringen konnte! Waltraut Bruck hatte einen frühen Sieg (gegen den späteren Zweitplatzierten Piehl) erspielt und in der Folgezeit großzügig und uneigennützig den Herren den Vortritt gelassen!?