Schachfreunde II 7:1 Königsspringer IV

2026-04-25 von Fritz Fegebank 

Was die Erste konnte, machte die Zweite nach: Sie trat mit einem Brüderpaar an - und war erfolgreich!

Pünktlich ging es an allen Brettern los.

Fritz Fegebank „verhedderte“ sich schon während oder kurz nach der Eröffnung; seine „Kombination“ hatte einen Defekt, die ihn eine Figur (gegen zwei Bauern) kostete, aber da sein Gegner anschließend auch etwas übersah, konnte Fegebank nach Damentausch vor Ablauf der zweiten Stunde ein zwei-Springer-Matt anbringen - „zaubern“ wäre angesichts des Zusammenhangs deplatziert, zumal ein Zug vorher aufgegeben wurde.
Julius Möller nahm das zweite Remis-Angebot an, nachdem die Schwerfiguren-Stellung einen statischen Zustand angenommen hatte - seine eher passiv - und keine Gewinn-Perspektive mehr sichtbar war.
Detlef Schweigert hatte sich im Mittelspiel eine starke Angriffsstellung erarbeitet (: Dh3 lähmte den kompletten gegnerischen Königsflügel); es folgte ein Schwerfiguren-Aufmarsch auf der f-Linie, ergänzt mit Lb6, und Schweigert grübelte … (… „warum? Er kann doch ganz einfach eine Figur gewinnen!?“). Konnte er, aber wollte nicht, denn er fand ein Matt und setzte matt!! Typisch Schweigert!
Den dritten Sieg in diesem Mannschaftskampf erzielte Jürgen Dietz nach gut drei Stunden. Seine vorgerückten Bauern sorgten für reichlich Raumvorteil, seinem Turm „gehörte“ die a-Linie, seine zentral postierte Dame und der aktive Springer für taktische Überlegungen schufen ein positionelles Übergewicht, das Dietz schließlich in zügiger Zugfolge zur Geltung (= zum erfolgreichen Ende) brachte.

Nach konzentriert und sicher angelegtem Spiel erreichte Sasan Alam ein Turm/Läufer- gegen Turm/Springer-Endspiel mit einem Mehrbauern, in dem er nach Abtausch der Türme seinen Läufer geschickt zur überlegenen Figur machte und so einem Bauern zum „Durchmarsch“ verhalf - mit dieser prima Partie errang er seinen ersten Sieg für die 2. Mannschaft und stellte damit auch den Mannschaftssieg sicher!
Zwei Tische weiter saß Sohrab Alam am Brett. Während des Mittelspiels waren seine Figuren aktiv, vereinzelt auch schon in des Gegners Hälfte postiert (Sc6!). Mit einem Figuren-Opfer leitete er einen Angriff ein und setzte ihn mit einem Doppel-Turm auf der e-Linie (→ Te7, Te6) fort, wonach ein Damen-Matt auf h7 nicht mehr zu verhindern war - ein bärenstarkes Match à la Alam!!
Clemens Mix, der vorübergehend auch eine kritische Situation (gegnerische Schwerfiguren aktiver; Doppel-Turm auf der siebten Reihe) aushalten und bestehen musste … und sicher und routiniert verteidigte, wickelte letztlich in ein Turm-Endspiel ab, das er dank seines Mehrbauern noch zum Gewinn knetete! (22.40 Uhr).
Thorsten Jaeger wollte sein Läufer/Springer plus je 7 Bauern-Endspiel auf Grund seines aktiveren Königs weiterhin auf Sieg spielen, aber Martin Bierwald, Hamburgs langjähriger und verdienstvoller Seniorenschach-Referent, der schon lange mit einem Remis zufrieden gewesen wäre, hielt auch noch eine volle weitere Stunde korrekt dagegen, bis sich beide Kontrahenten auf eine Punkteteilung einigten.

Nach sehr langer Zeit haben wir mal wieder einen „Kantersieg“ errungen, zu dem alle Schachfreunde beigetragen und womit wir auch etwas für unser „Torverhältnis“ getan haben!
Ich danke Clemens Mix und Thorsten Jaeger, die als „letzte“ Schachfreunde die Abbau- und Aufräumarbeiten leisteten - mehr Schachfreunde-Unterstützung am Schluss wäre wünschenswert (gewesen!); ich hoffe, dass alle, besonders die freundlichen Herren von Königsspringer, die bis zum Schluss ausharrten, gut nach Hause gekommen sind - Frau Fegebank hat ihren Mann auch noch sicher wieder zurückgefahren; und ich hadere weiterhin, besonders in solchen Situationen, mit dem „Inkrement“!?

F. Fegebank

 
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