Helmrichs Ferien-Schachturnier lockte in diesem Jahr insgesamt 30 Teilnehmer/innen an, darunter ein Dutzend (= 40%) Gäste.
Nach der Start-Rangliste schien eine 6er-Gruppe, angeführt von zwei Schachfreunden und alle Spieler mit einer DWZ über 2000, die Spitzenplätze unter sich auszumachen, denn die danach folgenden und damit auch die übrigen Teilnehmer/innen besaßen einen deutlichen DWZ-Ab-/Rückstand zu den Top-6.
Da es am ersten Tag zwei „kleine“ Überraschungen gab, denn sowohl Andreas Hilpert als auch Georg Zippert gelangen Punkteteilungen gegen die beiden nominell besten Schachfreunde Jan-Paul Ritscher bzw. Jens Andersen(!), lagen nach drei Runden die Nummern 3 und 4, Isaak Falke und Florian Kull mit je 3 Punkten in Front vor Jan-Paul Ritscher und Georg Zippert, die Nummer 16
der Start-Rangliste, mit je 2½ Punkten.
Am zweiten Tag sorgte nur einer für eine (wohl) große Überraschung:
Isaak Falke (Elmshorner SC) machte mit drei weiteren Siegen gegen alle drei Schachfreunde-Hauptkonkurrenten Kull, Ritscher und Andersen einen glatten, imponierenden, souveränen Durchmarsch und wurde mit 6 Punkten aus 6 Partien (natürlich vollkommen verdient) Sieger des Helmrichs Ferien-Schachturniers 2026 - wann konnte man jemals bei einem 6 Runden-Turnier die Sieger-Urkunde schon nach 5 Runden ausfüllen, präziser formuliert, namentlich beschriften?
Es folgen vier Spieler mit je 4½ Punkten.
Dank der besten Buchholz-Wertung erreichte Florian Kull den zweiten Platz vor Dr. Jan-Paul Ritscher, also drei der nominell ersten vier Spieler belegen die Plätze 1 bis 3 - in anderer Reihenfolge.
Knapp am Siegerpodest vorbei empfing Jamshid Atri (HSK) als Vierter den Preis für den bestplatzierten Gast, und auf dem fünften Platz landete Andreas Hilpert, der damit als einziger in die Phalanx der Top-6 eindringen konnte.
Vier Punkte wollte niemand. So belegen die nächsten acht Ränge Spieler mit 3½ Punkten, angeführt von Jens Andersen (6.) und drei weitere Schachfreunde Lasse Westphal, der als Bester der zweiten Gruppe den Rating-Preis erhielt(!)(11.), Rainer Wanke (12.) und Fritz Fegebank (13.), Vater und Sohn Michael (7.) und Hannes (9.) Neumann (SC Diogenes) und die Gäste Stefan Martens (8.) und
Gerhard Schröder (10.).
Georg Zippert, bei Halbzeit noch hoffnungsvoll vorne mit dabei(!), bekam in den folgenden zwei Runden zu starke Gegner, sodass er nach einem Remis im Schlussrunde-“Oldie“-Duell auch dessen Tabellen-Nachbar wurde (14.).
Der Schluss-Satz ist schon stereotyp, aber auch dieses Turnier hat Florian Kull flott und reibungslos durchgeführt und souverän geleitet.
F. Fegebank
