Hamburger SK XIV 0:8 Schachfreunde II

2026-05-09 von Fritz Fegebank 

Meines Wissens und meiner Erinnerung nach haben wir ein solches Ergebnis noch nie eingefahren - vielleicht, weil ich mitgespielt habe!?

Bei den ersten Siegen haben die Herren des HSK, wenn man so sagen darf, tatkräftig mitgeholfen:
Nach noch nicht einmal eineinhalb Stunden gewannen Fritz Fegebank, Jürgen Dietz und Detlef Schweigert mit jeweils einer Mehrfigur ihre Partien.
Nachdem sich Julius Möller „veropfert“ hatte und grübelte, wie er seine gute Stellung noch nutzen und dem unrochierten gegnerischen König beikommen könne, wählte er als wohl letzte Chance g4!. A tempo folgte hxg3 e.p. fxg3 Txh3, wonach Julius mit zwei Dame-Schachgeboten eine Figur und den Th3 und damit auch den Punkt gewann. Sein Sieg, das 4:0 um 20.40 Uhr, wurde mit lautem Geklingel von außen begleitet - „gefeiert“?

Auf den übrigen vier Brettern liefen noch interessante Matches, alle unklar mit beiderseitigen Möglichkeiten, bis Thorsten Jaeger in vermeintlich schlechterer Stellung eine Ungenauigkeit seines Gegners ausnutzte und schließlich ein Matt auf h7 drohte, das sein Kontrahent auf Kosten eines Qualitätsverlusts verhinderte, dann aber auf die Fortsetzung der Partie verzichtete.

In der Folgezeit kam man sich, auf Jaegers Platz sitzend, vor wie ein Zuschauer bei einem Tennis-Ballwechsel: rechts Sasan Alam, links Sohrab Alam.
Sasan, vorübergehend mit Minus-Bauer, erhielt mit aktiver Dame und prima Einsatz seiner Springer ein derartiges Übergewicht am Damenflügel, dass er dort seine Mehrbauern marschieren ließ und schließlich - statt mit einer taktischen Kombination eine Figur zu gewinnen - mit zwei Schachs (letzteres mit einem Springer) die gegnerische Dame eroberte.
Sohrab, der zwischendurch in leichte Bedrängnis geriet, eine kritische Phase zu überstehen hatte, befreite sich geschickt aus der „Schlinge“ und beendete ebenfalls mit einer erfolgreichen Springer-Gabel seine Partie. → „Brüder-Doppelpack“!
An Brett 1 hatte Clemens Mix ein Remis-Angebot von Theo Gollasch abgelehnt, und mit der Erfahrung und dem „Training“(?) seiner letzten Mannschaftskampf-Partie, die auch nach etlichem Abtausch immer „einfacher“ und „remisiger“ aussah, konnte er sich abermals im Turm-Endspiel mit drei gegen zwei Bauern dank präziser Zugfolge durchsetzen.

8 : 0 - da kann man wohl nicht meckern!?

F. Fegebank

 
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