Die End-Tabelle der Bezirksliga C der Hamburger Mannschaftsmeisterschaft 2026 spiegelt fast exakt die Ranglisten-Platzierung der Mannschaften wider: Die nominelle Nummer 1, der „Top-Favorit“, Schachfreunde Hamburg II, wurde tatsächlich Erster und Aufsteiger in die Stadtliga(!) vor dem Ranglisten-Zweiten, dem Barmbeker SK II, und wohl selten hat der direkte Vergleich allein den Ausschlag gegeben für die Platzierung am Ende einer Saison wie das Aufeinandertreffen von Barmbeker SK II und Schachfreunde Hamburg II bereits in der zweiten Runde. Nach einem 4:4 im Auftakt-Match gegen SKJE IV traten wir gegen die in der ersten Runde siegreichen Barmbeker an zum ersten und einzigen Mal in der Besetzung Brett 1-6, Barmbek dagegen zum ersten und einzigen Mal in der Saison ohne die ersten zwei – den Punkt an Brett 1 gewannen wir kampflos!? Schachfreunde HH II besiegte Barmbeker SK II in diesem vorentscheidenden und letztlich alles entscheidenden Mannschaftskampf mit 5:3. Nach der vierten Runde standen wir mit unserem Gegner der ersten Runde, SKJE IV, Mannschafts- und Brettpunkt-gleich an der Spitze (7:1; 19). Nach dem vierten 5:3-Sieg in Folge waren wir nach der fünften Runde zum ersten Mal alleiniger Tabellenführer. Die Herren vom Barmbeker SK gewannen alle anderen Mannschaftskämpfe, legten häufig vor, und wir mussten nachlegen, durften uns (natürlich) keine Niederlage leisten … und haben bis zum Schluss als Mannschaft nicht geschwächelt und keinen Zweifel aufkommen lassen, nicht alles für den (Wieder-)Aufstieg getan zu haben, was vier deutliche, eindrucksvolle Siege in den letzten vier Runden bestätigen.
Auch wenn wir die Nummer 1 der Setzliste waren und demzufolge Einzel- und Mannschaftserfolge gegen DWZ-schwächere Gegner erwartet wurden, darf man dennoch eine äußerst positive Bilanz ziehen:
In dieser Saison war die „Antrittsmoral“ der ersten Mannschaft der Schachfreunde Hamburg so gut, dass die drei für die zweite Mannschaft gemeldeten Schachfreunde zwei Drittel ihrer Kämpfe für die zweite Mannschaft absolvieren konnten(!), und 16 Punkte aus 19 Partien, einen „Bären-Anteil“ am Gesamt-Erfolg, erspielten, Clemens Mix am 1. Brett 6 Punkte aus 6 Partien(100%!) und Florian Kull 5 ½ /6 überragend!! Jürgen Dietz, der als Mannschaftsführer bei allen Kämpfen der ersten Mannschaft präsent und für die Zweite siebenmal einsatzbereit war (→ 4 ½ /7), fungierte sozusagen auch als Bindeglied, als Mittelsmann zwischen beiden Mannschaften → Kommunikation → Zusammengehörigkeitsgefühl, Teamgeist!!! Dass acht der neun Mannschaftskämpfe wenigstens zwei der drei Top-Gesetzten die ersten beiden Bretter besetzten, hatte für die übrigen Mannschafts-kameraden sicherlich auch eine psychologische Wirkung: Sie verließen sich darauf, dass „die da oben“ punkten und sie selbst nicht zu weit nach oben rücken mussten. So weisen auch alle anderen Schachfreunde der zweiten Mannschaft eine positive Bilanz auf: Jens Hellinghausen 4 ½ /6 – keine Niederlage!; Julius Möller 4 ½ /8 – nur in den ersten beiden Runden hatte er sich für sein gutes Spiel nicht belohnt; Fritz Fegebank 5 ½ /8; David Aaron Gremmel 3/4 – da er in der achten und neunten Runde auch für die Erste in der Oberliga seine Partien gewann(!), hat er den Nachweis erbracht, für höhere Aufgaben qualifiziert zu sein(!); Detlef Schweigert 3 ½ /5; Sasan Alam 4 ½ /8 – er musste sich als „Neuling“ erst an die Bezirksliga-Luft gewöhnen(!?), zunächst ½ /4, dann 4/4(!); Thorsten Jaeger 6 ½ /8(!) - keine Niederlage! Zwei Schachfreunde sprangen in der zweiten Hälfte der Saison „100%ig“ hilfreich ein: Wie schon in der vergangenen Saison verließ Sohrab Alam dreimal als Sieger sein Brett , das impliziert auch, dass die Brüder Alam dreimal ein „Doppelpack“ erzielten und man dann von einem Alam-SixPack sprechen kann!? Kurz vor der kritischen achten Runde – fünf Schachfreunde der ersten Acht mussten vertreten werden, weil vier in derselben Runde in der ersten Mannschaft ausgeholfen hatten – schloss sich Ruchira Wijesinghe als neues Mitglied unserem Verein an und startete an Brett 8 mit zwei überzeugenden Siegen – er wird ab der kommenden Saison deutlich höher eingesetzt werden (müssen)!
In Bezug auf David A. Gremmel und Ruchira Wijesinghe wird man sicherlich etwas weiter nach oben schauen; mit einer ähnlichen personellen Konstellation wie in dieser Saison sollten wir uns in der Stadtliga behaupten können – auch mit einem Thorsten Jaeger, der weiterhin motiviert und einsatzbereit ist, und einem Sohrab Alam, der einen Stammplatz in der Mannschaft beantragt!?
Insgesamt überwog Zufriedenheit und Freude – außer in Bezug auf die eigenen Leistungen MF FF
