Weiße Dame III 3:5 Schachfreunde II

2026-03-02 von Fritz Fegebank 

Es war ein Mannschaftskampf mit Ungewissheiten und Hindernissen im Vorwege:
Erstens wurde MF FF mit der Nachricht konfrontiert, dass Streik-bedingt am Freitag Bahnen und Busse nicht fahren werden und sich daraus die Frage ergab, wie man zum Spielort gelange? → Telefonate!
In der Nähe des Spielorts angekommen, folgte die nächste Frage: Wo befindet sich Nr. 21? Eine halbe Stunde irrte Fegebank in der Gegend umher, umrundete zweimal das „EWG“, ohne auch nur eine Tür öffnen zu können (?), …, und wäre er dann nicht auf Florian Kull getroffen, der Bescheid wusste(!), … ?? Auch in der Folgezeit brachte Herr Kull in zwei/drei Minutentakt weitere Schachfreude aus der Orientierungslosigkeit ans Brett, sodass zur einigermaßen Beruhigung des Mannschaftsführers um 19:11 Uhr alle Schachfreunde Spiel-bereit vor ihren Brettern saßen.

Nach zwei Stunden sah man an den ersten vier Brettern, dass die Schachfreunde mit aktivem Spiel gute und vorteilhafte Stellungen erarbeitet hatten, und nachdem Sasan Alam trotz seiner schwierigen Stellung (unrochierter König auf e8; die gegnerische Dame auf f6 mit möglichen Drohungen!?) erfreulicherweise noch einen halben Punkt erkämpft hatte, meldete Julius Möller einen, seinen ersten, Sieg! Mit einem vom Gegner wohl übersehenen(?) Abzugsschach hat er sich diesmal für sein gut durchdachtes Spiel mit einem vollen Punkt belohnt!
Unsere Top Zwei, Clemens Mix und Florian Kull, sorgten mit ihren Erfolgen nach gut drei Stunden für eine eigentlich beruhigende 3 Punkte-Führung, die jedoch eine Viertelstunde später wieder auf einen zusammenschrumpfte: Nach gewohnt äußerst solidem Aufbau und sicherer Stellung im Mittelspiel verlor David Aaron Gremmel völlig überraschend - eine Niederlage „aus dem Nichts“!? Da David bei Fegebank Mitfahrer gewesen war, war er natürlich auch Leidtragender bei dessen wirren Wanderungen zum Spielort, was ihn letztlich ein paar Prozent Konzentration auf das Eigentliche, Schach, gekostet haben mag!?
Detlef Schweigert, nach der Eröffnungsphase mit Triple-Bauern auf der c-Linie und äußerst aktiver Dame, bestritt bereits den Hauptteil des Mittelspiels mit zwei Bauern weniger, und so sehr er sich auch bemühte, mit seinem Läuferpaar und aktivem Spiel (Turm auf der siebten Reihe) das materielle (Bauern-)Minus zu kompensieren, es gelang ihm nicht mehr.
Einige Minuten später meldete Florian Kull, dass Jens Hellinghausen seine Partie gewonnen und damit den Mannschafts-sieg sichergestellt habe, woraufhin Fritz Fegebank, der für die Züge 31 bis 40 nur noch sein Inkrement zur Verfügung und diese Phase der Partie auch nicht ganz schadlos überstanden hatte (nach Fritz 11 = 0.00), seinem Gegner Remis anbot, das dieser sofort akzeptierte.

Zum dritten Mal in Folge ein 5:3, und mit diesem Mannschaftssieg, zu dem die Herren an den ersten vier Brettern 4 Punkte eingebracht, beigetragen haben, hat jetzt jeder Schachfreund für die Mannschaft gepunktet!

Mann des Abends war auf alle Fälle Florian Kull: Er brachte den Großteil der Mannschaft sicher ans Brett, und er gewann seine Partie und legte damit auch einen Grundstein für unseren letztlich ungefährdeten, verdienten Sieg.

F. Fegebank

 
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