Mit Luft nach oben

2026-03-10 von Thorsten Jaeger 

3 Remisen aus der dritten Runde der Bezirksliga C, also Schachfreunde II

Aus der Partie unseres 7. Brettes möchte ich einen erstaunlichen Knallfrosch zeigen in Diagramm 1:

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20...Txf2!?

Betrachten Sie in aller Ruhe das Diagramm, was würden Sie ziehen??

Ich kenne in persona eigentlich nur 2 Schachfreunde, die diesen Zug (Txf2) auf jeden Fall ernsthaft in Betracht gezogen hätten, als da wären die Zaubermaus Matthias Hermann und der Tal-Fan Detlef!
Das Brett brennt nun lichterloh, doch dieses typische Tal-Opfer ist nicht nur überraschend, es ist auch inkorrekt, es wurde lediglich scharf und rehabilitiert durch die Annahme des Opfers (Kxf2?), wonach es zu haarsträubenden Verwicklungen gekommen ist.
Weiß hätte bestens mit Sxe6 fortgesetzt und stünde glänzend im Remissinne! Ich erspare uns hier die vielen verzwickten Varianten, möchte aber noch anmerken, dass das Nehmen des hängenden Springers auf a2 in den Verlust geführt hätte! Ein Zug, den wohl viele von uns gemacht hätten!
Der objektiv beste scharze Zug wäre Sxd4 gewesen, was man aber nicht gerne macht, weil Weiß nach Dxd4 sogleich Matt drohenwürde etc.

Ein wenig ernüchternd nun das Diagramm 2, selbiges Brett, der Pulverdampf hatte sich verzogen:

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30...g3?

Doch die Nervosität wohl nicht, Detlef spielte nicht den einfachen Gewinnzug Se4+(!), sondern stolperte und stürzte voran mit g3 (was allerdings verlockend aussieht)... Ein späterer Springer-Tausch machte dann alle Siegchancen zunichte. Schade.

Selbiges ist zu konstatieren bezüglich unserer Bretter 8 (Thorsten) und 3 (Florian):

Hier gab es offensichtliche und verborgene Parallelen, beide standen nach wenigen Zügenmindestens bedenklich, wenn nicht sogar wesentlich schlechter.
Ich hatte mich in meiner alten Liebe, dem Blackmar-Diemer-Gambit, schnell verrannt, Finger verbrannt und verzettelt, verlor früh Bauer und Qualität (absichtlich), im Endspiel fischte ich desillusionisiert nur noch im Trüben. Es gab noch eine winzige Hoffnung auf Kompensation in Form eines eventuell (!) aktiven Läufers...
Die könnte ich aber nur bekommen, wenn mein Gegner mitspielte, und er tat es. Das Eimsbütteler Supertalent (11) verpasste den aktiven Damenzug Dc6 ->Dxc3! (Drohung Dxd4+) und spielte statt g6 das luftigere (Läufer-)Pforten öffnende f5(?) und den passiven Damenzug Dc6 ->De8?

Im Diagramm 3 wird nun gezeigt, wie ich in horrender Zeitnot und innerlich schon frustriert einen hübschen Ausgleichstreffer versäumte (oder gar Konter, je nachdem, was er geantwortet hätte):

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24.Tg2?

Nach 24.gxf5 hätte Scharz tatsächlich shcon die Qualität zurückgeben müssen (Tfxf5 mit 0.00), weil das erwartete exf5? nach Lc4+ und dem erzwungenen Tf7 nicht etwa nur die Qualität zurückgibt, sondern vielmehr das tödliche Te2!!! erlauben würde, wonach Schwarz sogar unterginge. Eine T-L-Kanone! Versuchen Sie das zu visualisieren, bitte!

Kommen wir zu Florian und den verborgenen Parallelen, die das wären Dxc3 (hier ein gespielter Fehler) und die verborgene T-L-Kanone!!

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30...Dxc3?

Bei Dxc3 stand ich am Brett und dachte noch: einziger Zug, der das Matt auf g7 verhindern kann, zum Glück, dass der überhaupt noch geht.
Doch es gab einen herrlichen und überraschenden Gewinnweg, es begönne mit Te1+ und dann, nach Kh2, die Bombe (Df4!!!) und ich darf spoilern, der T-L-Kanone (Feld e5 für den L!) mit Rückgewinn der Dame und leichtem Finale mit 2 Mehrqualitäten!!

Die Mannschaft hat gewonnen, o.k., aber taktisch müssen wir besser werden und zu wahren Zaubermäusen mutieren!
(Oder geduldig warten, wie unser Matchwinner David!!)

Grüße an SFR2 vom Romantiker an 8
Thorsten Jaeger

 
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