Zum letzten Mannschaftskampf der Saison mussten wir bei den Langenhorner Schachfreunden antreten.Es war für uns alle dort das erste Mal, umso erfreulicher, dass wir den Spielort rechtzeitig fanden und recht pünktlich an unseren Brettern saßen. Da unser Haupt-Kontrahent, Barmbeker SK, mit seinem Mannschaftssieg abermals vorgelegt hatte, durften wir uns auch in unserem letzten Match keinen „Ausrutscher“ leisten. So gingen wir motiviert und konzentriert ans Werk – für den letzten Schritt in Richtung Wieder-Aufstieg.
20.00Uhr 1:0 Fritz Fegebank durfte mit „gutem Beispiel“ vorangehen, weil sein Gegner die Eröffnung etwas fehlerhaft gespielt hatte.
20.30Uhr 2:0 Kurz vor Spielbeginn erfuhr der Vereinsvorsitzende und Deutschlands Top-Schiedsrichter, Hugo Schulz, dass er das vakante Brett 8 besetzen müsse und wäre mit einem Remis nach der Eröffnung zufrieden gewesen, aber Ruchira Wijesinghe wollte die Partie fortsetzen und profitierte ein paar Züge später von einer eingestellten Figur seines Gegners.
21.00Uhr 3:0 Nach gut einer Stunde (und dreißig Zügen) hatte die Partie an Brett 2 bereits Endspiel-Charakter. Mit einer „petite combinaison“ gewann Florian Kull einen Bauern und nach 50 Zügen mit einer scheinbaren Leichtigkeit das entstandene Springer-Endspiel.
21.20Uhr 4:0 Auch Jens Hellinghausen half ein Figuren-Gewinn im Mittelspiel, und sein Sieg war der vierte und damit der entscheidende Punkt zum definitiven Aufstieg!
21.40Uhr 5:0 Thorsten Jaeger stellte mit seinem Sieg unseren Mannschaftssieg sicher: Mit einem Damentausch auf d6 schuf er sich einen vorgerückten, gedeckten Freibauern; mit genauer Zugfolge gelangte er neben dem positionellen Übergewicht auch noch zu materiellem Vorteil (Figur) … und damit zum vollen Punkt.
22.05Uhr 6:0 Julius Möller kam mit dem gegnerischen Sf5 nur kurz in die Bredouille; seine Aktivität am Damen-Flügel (Turm und Bauer auf der 7. Reihe) endete in einem Damen-Endspiel mit einem Mehr-Bauern (a-Frei-Bauer), das er dann problemlos für sich entschied, auch weil seinem König kein Dauerschach drohte.
22.22Uhr 7:0 In einer Partie des „Auf und Ab“ besaß Sasan Alam lange Zeit eine Figur mehr, die Rolf Marquardt inkorrekt geopfert hatte, ohne die erwartete Kompensation zu bekommen. Auf Grund seiner sehr passiven Stellung und einzelner ungenauer Züge verlor Sasan diesen Vorteil. Auch im weiteren Verlauf der Partie wechselten wiederholt (materieller) Vorteil und Nachteil, jedoch gegen Ende ließ die Übersicht und Konzentration meines „Oldie“-Kollegen etwas nach, und Sasan Alam gewann sein viertes Spiel nacheinander!
22.50Uhr 7:1 Jürgen Dietz besaß nach einem Qualitätsopfer eine optisch gute Stellung, die aber letztlich nicht genügend Kompensation für das materielle Minus brachte: Da sein Gegner sich sehr umsichtig und gut verteidigte, behielt er seinen Vorteil bis ins Ziel und entführte uns einen Punkt.
Dieses 7:1 war auch in der Höhe verdient!
→ Abschluss-Bericht/Saison-Resümee folgt!
F. Fegebank
