SFR - Vereinsmeisterschaft 2018

2018-12-20 von Fritz Fegebank 

Schachfreunde Hamburg - Vereinsmeisterschaft 2018

Die Vereinsmeisterschaft 2018 stand schon im Vorwege unter einem besonderen (kritischen) Aspekt: Nachdem mangelndes Interesse und, daraus folgend, besonders im Vergleich mit „früheren Zeiten“ geringe(re) Teilnahme konstatiert, beklagt, kritisiert worden waren, und angesichts der Tatsache, dass unsere Kooperationspartner von Diogenes ihre eigene Vereinsmeisterschaft veranstalten wollten, musste man der diesjährigen Teilnehmerzahl mit gemischten Gefühlen entgegensehen!? Auf ein persönliches Schreiben meldeten sich 33 Schachfreundinnen und Schachfreunde zu unserer diesjährigen Vereinsmeisterschaft an – genau so viele wie im letzten Jahr. Es ergab sich das Problem der Gruppen-Einteilung, denn die Gruppen I und II waren völlig „ausgedünnt“, sodass normalerweise dort nur fünf bzw. drei Schachfreunde hätten spielen „dürfen“!?? Wir arrangierten uns auf eine doppelrundig spielende Sechser-Gruppe I und drei Gruppen mit je neun Teilnehmer/innen. Als Fazit (sehr) erfreulich – und im Vergleich zu vorherigen Vereinsmeisterschaften positiv: Alle spielten, kämpften, bissen sich durch, also kein Rückzug!!
In Gruppe I war die DWZ-Differenz zwischen dem nominell Ersten und Letzten über 500 Punkte groß! Auch wenn die anderen Fünf sich mühten, kämpften und versuchten …, Dr. Jan-Paul Ritscher ließ ihnen kaum eine bis keine Chance und wurde mit 9 ½ Punkten aus 10 Partien super-souverän Sieger und damit zum dreizehnten Mal Vereinsmeister der Schachfreunde Hamburg! Mit deutlichem Abstand wurde Jürgen Dietz, der nur eine Partie verlor, aber sich sechsmal mit einer Punkteteilung zufrieden gab, geben musste (?), Vizemeister (6 Punkte). Den dritten Platz auf dem „Treppchen“ erklomm ein Jugendlicher, Clemens Mix, mit 5 Punkten – interessant: Gegen alle fünf Gegner erspielte er eine unterschiedliche Punkt(e)-Zahl (von 0 bis 2). Die Herren der zweiten Hälfte der Tabelle haben keine Partie gewonnen (?) und demnach gegeneinander alle Partien remisiert. Platz 4 erlangte Fritz Fegebank, wiederholt Kurzarbeiter und „Remiskönig“ (achtmal, worauf er aber nicht stolz ist). Thorsten Jaeger verzeichnete mit seinen 3 Punkten den größten DWZ-Zuwachs dieser Gruppe. Mit 2 ½ Punkten landete Detlef Schweigert nur knapp dahinter. Besonders auffällig (und fragwürdig?) in dieser Gruppe war die hohe Remis-Quote (exakt 50%)!?
In der Gruppe II wurde am meisten, längsten und intensivsten gekämpft. Auch hier setzte sich einer mit großem Vorsprung durch und deutlich vom Rest des Feldes ab: Kelvin Nunez gab nur zwei halbe Punkte ab und siegte mit 7 Punkten! Der Unterschied von eineinhalb Punkten zwischen Platz 2 und 9 zeigt, wie ausgeglichen das übrige Feld war, wie eng es zuging und dass jeder jeden schlagen konnte. Herbert Schütte sicherte sich mit 4 ½ Punkten den zweiten Aufstiegsplatz, gefolgt von drei Schachfreunden mit je 4 Punkten (= 50%): Den 3. Platz erreichte noch in der „Nachspielzeit“ Kevin Kinsella – eins seiner vier Unentschieden trotzte er Nunez ab(!).Mit je drei Siegen belegten Peter Rädisch und Georg Zippert den 4. und 5. Rang vor Andreas Neelsen (3 ½) und einem Trio mit je 3 Punkten in der Reihenfolge ihrer DWZ: Jaroslaw Eckert, Peter Schwenn und Michael Meyer, der als einziger kein Remis zuließ.
Die ersten drei Plätze in Gruppe III belegten die drei DWZ 1400er: Christow Hauser mit 6 Punkten vor den punktgleichen Peter Ludwig und Holger Priess (5). Noch über 50% (vier Siege!) erspielte Sabine Herrmann (4 ½  Platz 4). Marten Kelling hat sich in dieser Gruppe gut etabliert und weist ein bemerkenswertes Punkte-Bild auf: Gegen die ersten Vier holte er 2 ½ Punkte, darunter ein Sieg über Spitzenreiter Hauser (!), gegen die letzten Vier nur ein (mageres) Pünktchen (?) (3 ½  Platz 5). Die folgenden Drei erzielten je zwei Siege: Rudolf Kock ( 3 ½), Julius Möller ( 3) und Harald Bruck ( 3). Lothar Freiwald hat mit seinem Remis gegen Hauser in der letzten Partie einen Sieg verschenkt ( 2 ½).
In Gruppe IV war Kay Mattiat sicherlich zu tief eingestuft worden und sichtlich unterfordert, denn er absolvierte seine Partien im Schnelldurchgang und wurde mit dem optimalen Ergebnis von 8 Punkten (=100%!) Sieger dieser Gruppe. Den 2. Rang und damit den zweiten Aufstiegsplatz erkämpfte sich (überraschend?) bei seiner ersten Teilnahme Bjarne Kelling, der zwischen seiner Auftakt-Niederlage gegen Mattiat und der Punkteteilung in der letzten Runde gegen Waltraut Bruck sechs Siege in Folge errang und damit auf beachtliche 6 ½ Punkte kam (!); zusätzlicher Lohn für seine Leistung: die beste DWZ-Steigerung aller Schachfreunde (+ 87)! Den „Bronze-Platz“ in dieser Gruppe belegte Rolf Garbe, der nach der Devise „Sieg (5) oder Niederlage (3)“ spielte. Auch Ronald Seegert befindet sich noch „im Positiven“ (= über 50% - 4 ½ Punkte  Platz 4). Die folgenden Vier hatten das Erfolgserlebnis wenigstens eines Sieges: Karl Kalks (3 Siege  3 ½ Punkte), Uwe Piehl (2  3), Waltraut Bruck (1  2), Jörn Rathje (2  2). Louis Sonnefeld (1 ½ Punkte) wird wie Trainer Fegebank auch wieder gewinnen!

F. Fegebank

 
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