DSOL 4.Runde : SFR : SV Horst Emscher I 1,5 : 2,5

2020-07-18 von Georg Zippert 

Unseren 3.Wettkampf der Deutschen Online-Liga bestritten wir gegen Horst Emscher , eine Mannschaft aus dem Ruhrpott in der Nähe von Gelsenkirchen. Ich habe nach unserem Wettkampf ein wenig im Internet recherchiert, um mehr über unseren Gegner zu erfahren. Der Verein ist mit 83 Mitgliedern nur unwesentlich kleiner als wir, hat aber mit 21 Jugendlichen deutlich mehr als wir.
Da wir nur eine Mannschaft gemeldet haben. hatte sich unser Schachwart bemüht , die Mannschaft jeweils so aufzustellen, dass möglichst viele der Spieler. die sich angemeldet hatten, zum Einsatz kommen, und nicht immer die jeweils stärksten, die zur Verfügung stehen. So kam ich heute zu einem Einsatz.
An Brett 4 gab es ein relativ schnelles Remis von Florian Kull, nach einer wenig ereignisreichen Partie. Florian hatte als einziger deutliche DWZ-Vorteile, die Stellung gab aber am Ende nicht mehr her. Das scheinbar enttäuschende Ergebnis relativiert sich allerdings, wenn man berücksichtigt, dass Florians Gegner in der Klasse 1800-2000 im vergangenen Jahr Amateur-Weltmeister auf Kreta wurde. Es folgte ein Remis von Jürgen Dietz gegen einen Gegner mit DWZ 2155. Jürgens Remisangebot hielt ich persönlich für etwas verfrüht, da er einen Mehrbauern hatte und Fritz die Schlussstellung mit etwas über +1,0 zu seinen Gunsten bewertete. Aber Jürgen wird sicher seine Gründe gehabt haben. An Brett 1 lieferte sich Jan-Paul Ritscher eine wahre Schlacht mit offenem Visier gegen die Nr.1 von Horst Emscher (DWZ 2300). Nach einem furiosen Schlagabtausch blieben jeweils ein Turm und 4 Bauern auf dem Brett. Trotzdem wurde weiter verbissen gekämpft, bis am Ende tatsächlich nur noch der jeweilige König auf dem Brett war.
Ich selbst konnte die Partie gegen meinen mit DWZ 2144 um rund 350 Punkte besseren Gegner lange offen gestalten. Ein Dameneinbruch auf dem Damenflügel kostete aber einen Bauern, der letztlich spielentscheidend war. Ich kämpfte verbissen bis beide nur noch etwas mehr als 1 Minute auf der Uhr hatten und hatte kurzzeitig Hoffnung auf ein Dauerschach, was mein Gegner aber durch ein Figurenopfer verhindern konnte. Sein Bauer war danach aber nicht mehr aufzuhalten.
So gab es am Ende die nicht unerwartete Niederlage. Trotzdem, denke ich, haben wir uns auch in diesem Kampf wacker geschlagen.

Georg Zippert

 
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